65 Kokainfingerlinge im Bauch
Im Januar 2001 wurde bei der Kriminalpolizei ein Paket mit 65 Fingerlingen gefüllt mit reinstem Kokain abgegeben. Das „Geschenk“ war angeblich von einer Besucherin in der Wohnung eines Bekannten zurückgelassen worden. Die Body-Packerin bzw. Körperschmugglerin hatte die 750 Gramm Kokain verschluckt und in ihrem Magen von Kolumbien nach Liechtenstein geschmuggelt. Das Kokain war für den Drogenmarkt in Zürich bestimmt gewesen.

Die mehrmonatigen Ermittlungen und Telefonüberwachungen der Kriminalpolizei deckten schliesslich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundeskriminalamt, der Schweizer Bundeskriminalpolizei, den Polizeibehörden in den USA und Kolumbien einen bislang unbekannten Drogenschmugglerring auf, der gewerbsmässig mittels Körperschmuggler Kokain aus Kolumbien in die Schweiz brachte. Das Verfahren wurde letztlich an die Bundesrepublik Deutschland abgetreten, da es sich bei den involvierten Personen um Deutsche Staatsangehörige handelte. Die Deutschen Behörden teilten im März 2003 der Liechtensteiner Kriminalpolizei mit, dass einer der Hauptverdächtigen des Schmugglerrings am Flughafen in Quito/Kolumbien mit 600 Gramm Kokain im Körper festgenommen werden konnte.