Pressemitteilungen

Gedankenaustausch zu Gewalt im Fussball

11.09.2008 - Im Rahmen der Gewaltpräventionskampagne ‚Respect bitte!’ trafen sich deshalb heute auf Einladung der Gewaltschutzkommission Vertreter des FC Vaduz, des Liechtensteinischen Fussballverbands, der Gemeinde Vaduz und der Landespolizei zu einem Workshop im Rheinparkstadion. In ihren Eröffnungsworten wiesen sowohl Regierungsrat Dr. Martin Meyer als auch der Vaduzer Bürgermeister Ewald Ospelt auf die Brisanz der zunehmenden Gewalt im Sport und speziell im Fussball hin und appellierten an alle Anwesenden, ihre Verantwortung zur Eindämmung dieses Phänomens wahrzunehmen. „Fussball hat einen hohen Stellenwert als sozialer Integrationsfaktor und als Lernort für Regeln, er kann jedoch keinen Ersatz für gesellschaftliche Fehlentwicklungen darstellen. Es ist klar, dass wir uns alle zusammen ein Versagen im Bereich der Gewaltprävention nicht erlauben können“, so Regierungsrat Dr. Martin Meyer.
Die Bereitschaft der FCV-Verantwortlichen, sich mit dem Phänomen der gewaltbereiten Fussballfans aktiv auseinander zu setzen, wurde anerkennend vermerkt. Denn eine aktive Fanarbeit der Clubs sowie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unter Einbezug der Fangruppierungen haben bei der Verhinderung von Gewalt im Fussball zentrale Bedeutung.

Dies zeigte auch Prof. Jörg Häfeli, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Luzern, in seinem Referat ‚FC Vaduz, Super League, Fankultur und Gewalt im Fussball. Präventive Massnahmen’ eindrücklich auf. Er ging dabei auf konkret Beispiele erfolgreicher Fanarbeit in der Schweiz ein, die künftig auch für Liechtenstein und den FC Vaduz als Vorbild dienen können. Mögliche Projekte und Massnahmen wurden dann im Anschluss an das Referat von Prof. Häfeli von den Teilnehmern ebenfalls diskutiert. Als erste konkrete Massnahme wurde beschlossen, einen Runden Tisch ‚Fanarbeit’ einzurichten, um den Informationsaustausch und die Vernetzung, der mit dem Thema befassten Stellen, zu gewährleisten.


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