Stopp Kinderpornographie

Kinderpornographie – also Darstellungen von Kindern in aufreizenden Positionen oder gar sexuelle Handlungen mit ihnen – gibt es im Internet zur Genüge.
Pädokriminelle sind sich oft nicht bewusst bzw. wollen es nicht wahrhaben, dass sie mit ihrem Verhalten den Kindern grossen Schaden zufügen. Tatsächlich leiden die Kinder unter solchen Taten enorm, sind danach sogar oftmals so stark traumatisiert, dass sie keine Nähe mehr zulassen können. Es muss nicht einmal zu sexuellen Handlungen kommen, denn bereits das Anfordern und Zustellen von Nackt- und Intimaufnahmen seitens der Kinder und Jugendlichen sowie der Täter reichen aus, um die Kinder stark zu schädigen. Auch der blosse Konsum von Kinderpornographie ist deshalb kein opferloses Delikt.

 
Ähnliche Identität schafft Vertrauen

Das Vorgehen von Pädokriminellen ist sehr raffiniert und meistens eine gezielte Suche nach einem Opfer. Mit der Annahme einer anderen Identität in einem Chatroom, welche dem Opfer im Alter, in den Hobbies etc. ähnelt, schaffen die Täter Nähe und Vertrauen zu den Kindern. Oftmals finden die Täter Probleme der Opfer heraus und bieten Hilfestellungen in verbaler aber auch materieller Form an. Damit schaffen sich die Pädokriminellen noch mehr Vertrauen und Nähe oder es gelingt ihnen gar, bei den Kindern das Gefühl auszulösen, eine Gegenleistung erbringen zu müssen.


Medienkompetenz muss sein!

Der Schutz der Kinder muss bereits mit dem ersten PC-Kontakt beginnen, indem die Eltern ihre Kinder sukzessiv ‚medienkompetent’ machen. Es ist keine leichte Aufgabe der Eltern, ihre Kinder für den Umgang mit dem Internet zu befähigen und sie neben den positiven Anwendungsmöglichkeiten auch auf Risiken und Gefahren des Internets hinzuweisen. Das bedeutet natürlich, dass sich auch die Eltern mit dem Internet auseinandersetzen müssen, um ihren Kindern Verhaltensicherheit in der weiten Welt des ‚Cyber Space’ vermitteln zu können.
Es gibt auch Anlauf- und Beratungsstellen in Liechtenstein, die Eltern bei dieser anspruchsvollen Erziehungsaufgabe unterstützen.

Tipps für den Schutz der Kinder

  • Finden Sie eine Sprache, um mit ihrem Kind über Sexualität und auch sexuellen Missbrauch wie Kinderpornographie zu sprechen.
  • Ein eigener Computer bei kleineren Kindern heisst weniger Kontrolle für die Eltern; Wählen Sie deshalb den Standort des Computers bewusst.
  • Lernen Sie ihrem Kind Medienkompetenz, zeigen Sie oder eine andere Vertrauensperson ihrem Kind, wie einfach es ist, eine falsche Identität anzunehmen.
  • Nehmen sie Anteil am Alltag ihres Kindes, damit sie Veränderungen rasch erkennen (Geschenke von Fremden, Verhaltensänderungen, etc.). 
  • Machen sie sich fit für das Internet, um ihren Kindern ein kompetenter Partner zu sein.
  • Holen sie sich ungeniert Unterstützung und Rat bei Erziehungsfachleuten und Beratungsstellen. 
  • Melden sie verdächtige Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Internetnutzung ihres Kindes der Landespolizei.

Weitere Informationen oder Broschüren zu diesem Thema finden Sie unter folgendem Link.