Falschgeld und Kartenmissbrauch

Falschgeld

Das Fälschen von Geld ist eine der ältesten kriminellen Erscheinungsformen und wurde früher mit der Todesstrafe bedroht.
Vor dem 19. Jahrhundert beschränkte sich das Fälschen auf Münzen. Mit der Einführung der ersten Banknoten änderte sich dies aber. Die technischen Fertigkeiten der Fälscher entwickelten sich schnell weiter, weshalb der Bekämpfung dieser Kriminalitätsform auch heute noch besonderes Augenmerk geschenkt werden muss.

Erkennen von Falschgeld

Eine Fälschung kann erkannt werden, wenn sich das Papier anders anfühlt wie gewohnt oder das Druckbild ein anderes Erscheinungsbild aufweist. Jedoch muss nicht jede Fälschung für das blosse Auge sichtbar sein. Ein weiteres Merkmal könnte das auffällige Verhalten eines Kunden beim Bezahlen sein. Jede Banknote hat gewisse Sicherheitsmerkmale, welche sie erfüllen muss. Finden Sie auch mehr Informationen dazu auf der Homepage der  Schweizerischen Nationalbank.

Richtiges Verhalten bei Falschgelderhalt

  • Bewahren Sie Ruhe 
  • Prüfen Sie, ob auf dem Geldschein mehrere Sicherheitsmerkmale vorhanden sind (Fühlen, Sehen, Kippen, Prüfen). Möglicherweise steht eine UV-Lampe zur Verfügung. 
  • Sollte sich der Verdacht bestätigen, sagen Sie dem Kunden, dass Sie noch etwas abklären müssen und informieren Sie unverzüglich Ihren Vorgesetzten. Er wird den Kunden auf das Problem ansprechen und sollte die Landespolizei benachrichtigen. 
  • Schalten Sie die Überwachungskamera ein. Versuchen Sie, sich die Erscheinung des Kunden gut einzuprägen. 
  • Will der Kunde, trotz Aufforderung auf die Polizei zu warten, das Geschäft verlassen, so hindern Sie ihn – im Interesse der eigenen Sicherheit – nicht daran. 
  • Notieren Sie sich eine genaue Personenbeschreibung, das Nummernschild, das Automodell sowie die Fahrtrichtung (wenn möglich).

Geben Sie auf keinen Fall den verdächtigen Geldschein dem Kunden zurück. Fälschungsverdächtige Banknoten sind unverzüglich an die Landespolizei weiterzuleiten!

 
Kartenmissbrauch

Unter Zahlungskarten versteht man sowohl Kreditkarten (z.B. VISA) als auch Debitkarten (z.B. EC-Karten).
Der Missbrauch von gefälschten wie auch von echten Zahlungskarten steigt stetig an. Die Täter besitzen vielfältige Methoden um an die Kartendaten wie Magnetstreifendaten und Geheimnummer (PIN-Code) zu gelangen. Diese reichen von so genannten Skimmern (Gerät zum Auslesen des Magnetstreifens) über Mini-Videokameras (zum Ausspähen der Geheimnummer) bis hin zu betrügerischen E-Mails und gefälschten Internet-Seiten (so genanntes Phishing).

Interessante Informationen zum Thema Skimming erfahren Sie hier.


Tipps zum Schutz vor Kartenmissbrauch

  • Lassen Sie Kreditkarten nie ausser Sichtweite, auch nicht beim Bezahlen in einem Geschäft/ Restaurant.
  • Bewahren Sie Ihre Kredit-/ Debitkarte nie zusammen mit der dazugehörigen Geheimnummer (PIN-Code) auf. 
  • Lassen Sie Ihre Kredit-/ Debitkarte beim Bezahlen niemals aus den Augen. 
  • Um das Verlustrisiko gering zu halten, legen Sie möglichst tiefe Bezugslimiten fest.
  • Achten Sie bei Bargeldabhebungen am Geldautomaten oder beim Bezahlen mit der Karte darauf, dass niemand die Eingabe Ihrer Geheimnummer beobachten kann. Halten Sie dazu die Hand oder die Geldbörse dicht über die Tastatur.
  • Bitten Sie während der Eingabe der Geheimnummer Anwesende höflich, aber bestimmt, auf Distanz zu bleiben. 
  • Ignorieren Sie angebliche E-Mails Ihrer Hausbank, die Sie dazu auffordern, sämtliche Kartendaten im Internet einzugeben.