Raubgrabungen - Kulturgüterschutz

Zerstörung archäologischer Fundstätten durch illegale Ausgrabungen

Bedeutende archäologische Fundplätze Liechtensteins werden systematisch von widerrechtlich handelnden Schatzgräbern ausgebeutet. Die Landespolizei und die Archäologie Liechtenstein bitten die Bevölkerung im Kampf gegen die Raubgräber um Mithilfe.

Ausgerüstet mit einem elektronischen Metallsuchgerät (Metalldetektor) sowie mit Schaufeln, Hacken, Kratzern und diversen Kleingeräten begeben sich die Schatzgräber des 21. Jahrhunderts auf den archäologischen Raubzug. Leider werden die Spuren ihres Unwesens immer wieder auf bedeutenden Fundstellen des Landes festgestellt. Sehr wohl wissen die Raubgräber, dass sie gegen gesetzliche Bestimmungen verstossen, sobald sie mit dem Graben nach archäologischen Objekten beginnen, solche an sich nehmen und unter Umständen sogar ausser Landes schaffen. Meistens werden illegale Ausgrabungen auf markanten Hügelkuppen, an Waldrändern und in Waldgebieten vorgenommen. Sehr oft handelt es sich dabei um bereits bekannte archäologische Fundplätze oder um deren unmittelbare Umgebung. In Liechtenstein sind besonders die international bedeutenden Fundorte auf dem Eschnerberg sowie der Burghügel Gutenberg betroffen.

Da die Überwachung dieser Gebiete nur schwer möglich ist, bittet die Landespolizei die Bevölkerung um Unterstützung. Helfen Sie mit, das Zerstören und Ausplündern von sichtbaren oder noch in der Erde verborgenen archäologischen Denkmälern zu verhindern. Melden Sie Beobachtungen, die auf illegale Grabungstätigkeit schliessen lassen, umgehend der Landespolizei (Tel. +423/ 236 71 11) oder der Archäologie Liechtenstein (Tel. +423/ 236 75 31). 

Zerstörung archäologischer Stätten: Illegale Raubgrabungen mit Hilfe eines Metallsuchgeräts (nachgestellte Aufnahme, Archäologie FL)