Bei den Schreiben aus Nigeria handelt es sich um Briefe, Faxe oder E-Mails von nigerianischen Betrügerbanden, welche an Privatpersonen oder Firmen verschickt werden. Der Absender sucht in diesen Schreiben Hilfe zur Platzierung von Geldern oder gibt ein Gewinnversprechen in Form eines Lottogewinnes oder ähnlichem an. Ausgewählt werden die Opfer aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Telefonbücher oder Branchenverzeichnisse.
Beispiele solcher Schreiben:
Branchenbucheintrag: Per Fax wird den Opfern ein Schreiben zugeschickt, welches sich auf ein Gespräch zwischen der Firma und dem Empfänger bezieht. Dabei täuschen die Täter vor, dass es sich um eine Korrektur bzw. Kontrolle eines bereits bestehenden Grundeintrages in ihrem Branchenbuch handelt.
Internetdomains: Anbieter von Internetdomains schicken ein Antragsformular, in dem die bereits bestehende eigene oder eine leicht abgeänderte Internetseite registriert werden soll.
Anwaltsschreiben: Ein seriös wirkendes Schreiben einer Anwaltskanzlei bittet um Ihre Mithilfe, da eine Person mit gleichem Nachnamen verstorben ist und einige Millionen in einem Tresor hinterlegt hat. Da keine Verwandten ausfindig zu machen sind, wird um Mithilfe und Vorgaukelung einer Verwandtschaft gebeten, natürlich unter Gewinnbeteiligung.
Falsche Lotteriegewinne: Ein weit verbreitetes Schreiben sind falsche Lotteriegewinne aus Spanien und England. Diese versprechen einen grossen Gewinn, wenn man erst mal einen Anteil bezahlt hat, damit das Geld überwiesen werden kann.
Tipps:
- Antworten Sie nie auf derartige Schreiben, auch nicht im Sinne einer Absage.
- Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten wie Bankverbindungen weiter.