Opfer des immer wiederkehrenden Enkeltrickbetruges sind meistens ältere Menschen. Die Täter haben immer die gleiche Vorgehensweise: Durch einen Telefonanruf von angeblichen Verwandten oder Bekannten, meistens aus Deutschland stammend, erzählen die Täter von einer finanziellen Notlage oder einem Wohnungskauf, für dessen Vorhaben sie dringend Geld benötigen. Durch eine geschickte Gesprächsführung werden viele Einzelheiten über das Umfeld sowie die familiären Verhältnisse des Opfers in Erfahrung gebracht. Diese werden im Verlauf des Gespräches taktisch so angewandt, dass allfällige Zweifel des Opfers entschwinden.
Durch den zeitlichen Druck des benötigten Geldes sind die Opfer oftmals bereit, unverzüglich Bargeld in hohen fünf- oder sechstelligen Beträgen von ihrem Konto abzuheben und dies, aufgrund des kurzfristigen Fernbleibens des Verwandten, einem angeblichen Freund des Anrufenden zu übergeben.
Tipps
- Rufen Sie bei einem solch dubiosen Telefongespräch den angeblichen Verwandten auf die Ihnen bekannte Nummer zurück
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen bekannt
- Geben Sie niemals einer fremden Person Bargeld, auch wenn diese Ihnen vertrauenswürdig erscheint
- Informieren Sie sofort die Landespolizei, wenn Sie den Verdacht des Enkeltrickbetrugs haben