Aktuelle Kampagne

"Lass dich nicht abschiessen"

Im letzten Jahr entwickelte sich das Unfallgeschehen bei Motorradfahrern positiv. Nach wie vor ist das Unfallrisiko für Motorradfahrer im Strassenverkehr aber überproportional hoch. Mit dem Ziel, die Anzahl Kollisionsunfälle mit Motorrädern zu reduzieren, lancieren die Föderation der Motorradfahrer der Schweiz FMS und die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung eine Präventionskampagne, welche von der Landespolizei übernommen wurde.

Nur zwei  Prozent der auf den Schweizer Strassen gefahrenen Kilometer werden von Motorradfahrern zurückgelegt – und doch sind 30 Prozent der bei Verkehrsunfällen schwer verunfallten Menschen Biker. Im Jahr 2012 waren es 1219 Schwerverletzte; hinzu kamen 74 Motorradfahrer, die ihr Leben verloren. Dabei ist es keineswegs so, dass die Motorradfahrer die Hauptschuld tragen. Auswertungen der bfu zeigen: wenn ein Töff mit einem Motorfahrzeug kollidiert, ist der Biker bloss in knapp einem Drittel der Fälle allein dafür verantwortlich.

Die Tatsache, dass sie schwere und leistungsstarke Maschinen fahren, sollte die Motorradfahrer nicht vergessen lassen, dass sie im Strassenverkehr aufgrund ihrer schmalen Silhouette nicht immer sofort wahrgenommen werden. Insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen werden sie häufig von Auto- und Lastwagenfahrern übersehen – nicht selten mit verhängnisvollen Folgen. Die Gefahren und Tücken des Verkehrs sollten Biker bei ihrem Fahrspass deshalb nicht vergessen. Sie können viel zur eigenen Sicherheit beitragen, indem sie defensiv und vorausschauend fahren.

Die Kampagne will bei den Motorradfahrern das Verständnis erhöhen, dass sie mit Fahrfehlern anderer rechnen müssen. Durch ihre eigene zurückhaltende Fahrweise können sie diese Fehler kompensieren. Blickkontakt und Bremsbereitschaft an Kreuzungen und Einmündungen sind die besten Voraussetzungen dafür. Auf diese Weise soll die Zahl der Kollisionsunfälle mit Motorrädern reduziert werden.